Ganz ehrlich? Ich glaube soviel Spaß wie dabei habe ich bekleidet noch nie gehabt…
Medevac 2
Veröffentlicht in Fliegen, Fortbildung, Medizin, Schweden
Medevac 1
Es ist stockfinstere Nacht. Ich liege auf dem Rücken im Wasser. Wellen, eiskalter Regen und Sturmböen schlagen mir ins Gesicht und die Schwimmweste sitzt so eng, dass es mir beinahe die Luft abschnürt. Im Licht der vereinzelten Blitze kann ich meine beiden Kollegen und die Rettungsinsel erkennen. P. ist am nähesten dran und zieht sich als erster hinein. K. rutscht ab und verschwindet im pechschwarzen Wasser. Einen Augenblick später taucht er wieder auf und schafft es im zweiten Anlauf in die Insel. Ich versuche ebenfalls dorthin zu gelangen. Koordinierte Schwimmzüge sind dank der Schwimmweste unmöglich, halb in Seitenlage bewege ich mich vorwärts und komme nach einer gefühlten Ewigkeit endlich an der Rettungsinsel an. Als ich endlich die Leine zu fassen kriege und versuche mich in den Einstieg zu ziehen, merke ich erstmals wie schwer mein vollgesogener Overall ist. Mit grosser Mühe ziehe ich mich über den Wulst der Insel und falle wie ein Stein zwischen P. und K. P. wirft den Schleppanker aus und gemeinsam ziehen wir das Dach über die Insel um etwas Schutz vor dem Regen zu bekommen der unbarmherzig und kalt auf uns niederprasselt. Danach beginnen wir das Wasser aus unserem schaukelnden ”swimming-pool” zu schöpfen während wir auf unsere Rettung warten…
Da geht das Licht an, der Regen hört schlagartig auf und die Wellen werden kleiner und kleiner. ”Gut gemacht Jungs!” ruft uns der Ausbilder zu und winkt uns zu sich. Wir lassen uns ins Wasser plumpsen und schwimmen, diesmal ohne die ”Hilfe” der Wellen, zum Beckenrand. Auch mit einer Leiter ist es nicht einfach in voller Montur aus dem Wasser zu steigen. Wir lassen endlich die Luft aus den Schwimmwesten, atmen durch und mit der Gewissheit, dass das Grinsen in meinem Gesicht noch ein paar Stunden anhalten wird schlappe ich Richtung Dusche… Fortsetzung folgt…
47 Minuten…
… bis zur Keynote!
Ich hab’ iHype! Ganz schlimm, fast mit Fieber!
http://www.macrumors.com/2011/10/04/live-coverage-of-apples-lets-talk-iphone-event/
Schlimmer als Ohrwurm…
Kennt Ihr das? Irgendeine Melodie, eine Filmszene oder sonstwas poppt in Eurem Gehirn auf , Ihr habt keine Ahnung woher das stammt und das treibt Euch dann in den Wahnsinn… ich habe mal drei Tage damit verbracht auf den Titel der Serie „Remington Steele“ zu kommen, völlig bescheuert… irgendwie keimt in mir da ein pathologischer Ehrgeiz auf, der bewirkt, dass ich um jeden Preis selber auf die Lösung kommen will. So auch vergangenen Samstag. Ich bin mit einer Melodie im Kopf aufgewacht und wusste nur „das ist was mit Pferden“. Das ganze Frühstück über habe ich die beste Frau von allen (ich hoffe Kinderdok verzeiht mir, dass ich mir das „geliehen“ habe) mit meinem dauernden Pfeifen genervt… aber das Gefühl als mir dann endlich „Die glorreichen Sieben“ einfiel… unbezahlbar!
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Tunnelblick
Dickschiffe
Kinderdok hat sich aufgeregt… teilweise zu Recht, teilweise … naja…
Kinderdoks Provokation ist harmlos, die Reaktionen die man in den Kommentaren lesen kann, hingegen teilweise völlig übertrieben… in alle Richtungen.
Was ist ein SUV? Schwere Frage auf die es eigentlich keine Antwort gibt. Die Schweden nennen die Dinger übrigens „stadsjeep“, also „Stadtjeep“, kleine Stichelei, nicht ganz ohne Substanz. Es gibt aber keine richtige Definition und damit kann sich jeder genau das rauspicken, was gerade am Besten in die eigene Argumentationskette passt. Für die SUV-Gegner ist es ein viel zu grosses, spritfressendes, viel zu schweres, unötiges und meist hässliches Auto. Für die Befürworter (meist Fahrer) ist es ein praktisches, bequemes Auto mit viel Platz und dem Plus an Sicherheit das man durch Allradantrieb haben kann (nicht muss)… wer hat recht? Keiner? Alle?
Um es kurz zu machen, ich bin schuldig, ich bin einer von ihnen, von den bösen, bösen SUV-Fahrern. Das corpus delicti, ein Kia Sorento der unseren Volvo V70 abgelöst hat…
Wie man den Kommentaren zu Kinderdoks Artikel entnehmen kann, wird denjenigen, die die Tatsache ein solches Auto zu haben zugeben und erklären relativ fix Humorlosigkeit vorgeworfen, auch wenn da böse unter der Gürtellinie herumverallgemeinert wird. Egal.
Wir wollten sieben Sitze und Allradantrieb, wir wollten höher sitzen (wegen der Übersicht und der Elche, nicht wegen der Macht), wir wollten Qualität, viel Garantie und kein Vermögen bezahlen. Sieht man vom letzten Punkt ab wollten wir einen VW-Bus, genauer gesagt einen Multivan. Und da sind wir an einem interessanten Punkt angelangt. Ein VW-Bus ist gross, breit, schwer, spritfressend, indieHeckscheibeblendend, hoch und hat damit alle Nachteile, die SUV auch haben. Warum ist es also politisch korrekter einen Bulli zu fahren als ein SUV? Warum es für uns kein Multivan geworden ist ist leicht erklärt, er war schlicht zu teuer, VW will nämlich für das perfekte Grossfamilienauto so richtig Schotter sehen. Aber zurück zur Frage, wieso ist es völlig in Ordnung einen VW-Bus zu fahren, nicht aber bei einen Geländewagen?
Es ist wie so oft im Leben, es gibt solche und solche und wenn man alle über den gleichen Kamm schert macht man was falsch. Falls nötig kann ich unsere Entscheidung völlig problemlos rechtfertigen, vor mir selbst, vor unseren Freunden und damit vor allen deren Meinung mir was bedeutet, der Rest ist mir Wummse. Das Problem ist natürlich, dass in dem was Kinderdok geschrieben hat die eine oder andere Wahrheit steckt, die er leider durch teilweise unsachliche und reisserische Provokationen in die Tonne kloppt. Nichtsdestotrotz muss ich zugeben, dass wir ein Auto aus einem Marktsegment gekauft haben in dem sich ähnlich viele Profilneurotiker, Schwachköpfe und Minderwertigkeitskomplexe rumtreiben wie drüben bei den Sportwagen, aber damit kann ich leben, immerhin haben wir sieben Jahre Garantie…
Veröffentlicht in Auto | Tags:Kinderdok, SUV, Vorurteile
commando…
A long long time ago…
… in a galaxy far far away…
Morgens um kurz nach fünf ist Chirurg Fleischer gezwungen einen akuten Bauch anzumelden, er ruft seinen Hintergrund ins Haus, informiert den Anästhesisten und das OP-Team. Fleischer ist frischgebackener Facharzt, Vater von zwei kleinen Kindern und hat gerade in irgendeinem Krankenhaus angefangen. So gegen 6:30 hat dann die Anästhesie den Patienten mit einem PDK versorgt, eine Arterie gelegt und den Patienten schlafen gelegt, so dass die Helden des OPs beginnen können. Die OP ist nicht ganz einfach, der Bauch nach einer Gallen-OP vor zwanzig Jahren völlig verwachsen und es dauert. Fleischer hätte aber eigentlich um sieben Uhr Übergabe und würde dann um halb acht den Quell der Freude verlassen… tja eigentlich… nun steht er ja am Tisch, er hat die ganze Nacht in der Notaufnahme rumgerödelt, ist müde und soll um acht seine Töchter in den Kindergarten bringen, weil seine Frau heute eine wichtige Präsentation hat. Was nun? Sagt man da was? Fragt man ob man abgelöst werden kann? Oder gab es früher überhaupt Chirurgen mit berufstätigen Frauen? Man kann das auch mit einer Chirurgin spinnen… gab es früher Chirurginnen mit Kindern?
Das waren so meine Gedanken, als ich vorgestern Früh sehr müde meine Polytrauma-Patientin im OP an meinen Kollegen übergab und irgendwie verwundert wahrnahm, dass mein Kollege von der Chirurgie genau dasselbe tat um dann noch vor mir den Saal zu verlassen und nach Hause zu gehen. Der hat unaufgefordert eine Ablösung bekommen. Das habe ich in Deutschland nie gesehen, da galt der gute alte Spruch „warten bis Entsatz kommt“… und der kam nie… hat sich da was geändert in Deutschland?
Veröffentlicht in Kinderkram, Medizin
ohne Worte
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