Verfasst von: Patrick | 2009/04/06

Due South

Ich habe Urlaub, also schreibe ich nichts medizinisches, zumindest nicht am Anfang. Nach sechs Monaten verlassen wir zum ersten Mal schwedischen Boden und besuchen Freunde und Verwandte in Deutschland. Um die ersten 1800km in Ruhe hinter uns zu bringen, haben wir beschlossen uns so richtig Zeit zu lassen und dafür drei Tage eingeplant. Ich habe einen Kollegen, der ist das mal in einen Stueck durchgefahren, in 15 Stunden mit einem Chevy Van, allen Proviant dabei und nur zum Pinkeln angehalten (Schiebetuer auf, rauspullern, Schiebetuer zu, weiterfahren), aber der hatte ja auch keine Kinder dabei. Wenn dieser Text online geht, ist es Montag und wir sind schon in Magdeburg, unserem ersten Ziel angekommen. Losgefahren sind wir aber Freitagnachmittag und schreiben tue ich diesen Blogeintrag am Sonntagabend in Kabine 9104 an Bord der „Peter Pan“ auf der Überfahrt von Trelleborg nach Travemünde, wo wir (hoffentlich) morgen Früh ankommen werden. Ich bin noch nie nachts Fähre gefahren und es ist schon faszinierend, dass man diesen Stahlklumpen durch das dunkle Nichts steuern kann, ohne dass man permanent gegen Wale, russische U-Boote, Fischkutter oder Schnapsschmuggler kracht. Wir haben eine luxuriöse Eckkabine mit Blick zur Seite und nach vorn und es ist richtig schön in Fahrtrichtung aufs dunkle Meer zu starren. Leider hat nur das Schwesterschiff unserer Fähre, die „Nils Holgersson“ WLAN an Bord, sonst könnte ich das heute noch einstellen, aber egal…
In Schweden lange Strecken mit dem Auto zu fahren ist irgendwie entspannend. Wahrscheinlich ist es für viele Deutsche wie Folter, dass man meistens nur 110 km/h fahren darf, manchmal nur 90 und ganz selten mal 120. Ich finde allerdings, dass es ganz gehörig den Stress aus der Sache nimmt, Tempomat rein und gut is’ … Dazu kommt natürlich noch, dass hier auf den Fernstrassen deutlich weniger los ist, wir hatten jetzt auf 1300km keinen einzigen Stau, in Deutschland ja eigentlich undenkbar und ich bin mal auf die A2 morgen gespannt.
Es ist schon merkwürdig die Strecke die bisher im Urlaub immer der „zurueck“-Teil war, jetzt am Anfang zu fahren…

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