Verfasst von: Patrick | 2010/02/26

„…kill that cat…“

Ich liebe unseren Kater, wirklich… aber gestern war ich nah dran ihn sonstwohin zu stecken. Ich wollte gerade ins Bett gehen, da kommt er durch die Katzenklappe und präsentiert mir voller Stolz eine Maus. Mein erster Gedanke war „Wo zum Geier hat die Dreckskatze bei -20 Grad eine Maus aufgetrieben?“, mein zweiter Gedanke war dann „Wo zum Geier ist die Maus?“ weil unser behaarter Mitbewohner seinen Zufallsfund zwecks Präsentation abgelegt hatte. Es spricht sich schlecht mit Maus im Maul und das was er von sich gab übersetze ich mal frei mit „Bin ich nicht toll?“. Dummerweise war das Nagetier voll funktionsfähig und sehr zur Verwunderung des stolzen Jägers dementsprechend schnell unter unserem Kühlschrank verschwunden. Da sass er nun, schielte unter den Schrank und maunzte vor sich hin. Nach drei, vier lustlosen Versuchen die Maus mit der Pfote unter dem Kühlschrank raus zu angeln, beschloss er, dass das heute wohl nichts mehr werden würde und verdrückte sich wieder nach draussen. Danke! Meine Versuche den unwillkommenen Nager zu entfernen waren ähnlich fruchtlos und nach einer Stunde habe ich dann auch aufgegeben, ich glaube der Kater ist schlauer als ich. Als ich heute Morgen in die Küche kam sass er aber wieder vor dem Kühlschrank und wartete. Ab und an streckte er die Pfote darunter, was zwar nicht mit Erfolg belohnt wurde, aber jedesmal ein Geraschel hervorrief, die Maus lebt also noch. Egal, jedenfalls kriegt der Kater solange nichts zu fressen bis die Maus weg ist, so als kleine Motivation…

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Responses

  1. und ich dachte, wir seien die einzigen, die mit einer völlig depperten katze gesegnet sind. beruhigt mich, daß dem NICHT so ist… *ggg*

  2. Jaja, das kennt man wohl als Besitzer von Freigängerkatzen. Man entwickelt aber ungeahnte Fähigkeiten auf Dauer. Inzwischen fange ich Mäuse innerhalb von einer Minute. Sollte das mal nicht der Fall sein, bekommt Katz Einzelhaft im betreffenden Zimmer – bei Wasser und Katzenklo… Aber lieben wir sie nicht trotzdem?

  3. ich glaube ja nichtmal, dass er so deppert ist… mich mit der verschwundenen Maus alleine zu lassen war ja einfach nur konsequent.
    Als wir heute von der Arbeit/Kindergarten/Schule zurückkamen waren Blutspuren im Flur und Herr Nilsson (so heisst der stolze Jäger) hatte sich schlafen gelegt. Ich denke also, dass sich das erledigt hat…

  4. Ach, das kenn ich doch nur allzugut von meiner Prinzessin. Kommt alle 2-4 Tage abends mit Beute (Maus oder Vogel) rein – natürlich lebend. Und dann gibts jedes Mal 30-45 Minuten Beute einfangen (zum Freilassen) und Katze einfangen (zum Freilassung von Doch-nicht-Beute sicherstellen). Denn acht von zehn Beutetieren sind natürlich am Leben, sonst machts ja keinen Spaß, seinem Menschen zuzusehen, wie er zB die Maus unterm Billy rauspult…

    Ich habe mittlerweile zwei Theorien, warum Madame Lebendfutter bevorzugt:
    1) Ich blödes Vieh soll endlich mal lernen, wie man Beute macht, oder
    2) Mein Haustier will ein Haustier. Ich seh mich schon die Schüssel Whiskas in der einen und das Stückchen Käse in der anderen Hand servieren…

    Auf jeden Fall meine herzliche Anteilnahme von einem anderen Katzenbesessenen (-besitzer ist ja aus naheliegenden Gründen falsch).

    DR


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