Verfasst von: Patrick | 2010/09/13

Gedrucktes

Ich werde in Zukunft versuchen ab und an ein Buch vorzustellen, damit hier das Basis-Anästhesiologische nicht zu kurz kommt. Weil man ja klein anfangen soll heute „Anästhesie XXS pocket“ von Humpich, Byhahn, Kircher, Jehle, erschienen im Börm Bruckmeier Verlag.

Ich habe das Buch als Gimmick zu einem anderen Buch dazubekommen nachdem ich es mehr als Scherz auf meine online-Wunschliste gesetzt hatte. Anästhesie XXS pocket ähnelt im Konzept dem Arzneimittelpocket aus dem gleichen Verlag. Ganz am Anfang kommen richtige Notfälle wie z.B. Lungenembolie, Reanimation oder Anaphylaxie. Danach folgen die Kapitel Anästhesiezwischenfälle, Prämedikationsvisite, Monitoring und Beatmung, Narkoseführung, Spezielle Vorerkrankungen, Spezielle Eingriffe und schliesslich Medikamente. Das Buch hat nicht den Anspruch ein Lehrbuch zu sein, wer es in der Hand hat weiss wieso. Es ist ein gut gemachter Spickzettel für all die OPs die man länger nicht hatte, die selten sind oder die man  nicht parat hat weil es halb fünf am Morgen ist und man gerade mittels Piepser in die Notaufnahme gezerrt wurde. Der Vorteil gegenüber den anderen „Kitteltaschenbüchern“ wie „Leitfaden…“ oder „Checkliste…“ ist die Grösse, das Gewicht und vor allem die Übersichtlichkeit. Man bekommt wirklich nur die Information die zwingend notwendig ist um weitermachen zu können, kaum Hintergründe oder sonstige Erklärungen. Aber die will man ja meist in solchen Situationen auch nicht haben. Damit richtet sich das Buch allerdings, denke ich zumindest,  nicht an blutige Anfänger, die gerne etwas nachlesen möchten, sondern eher an etwas erfahrenere Menschen in der Anästhesie die die gelieferten Informationen auch zügig erfassen und verwenden können. Wir habenin meiner Klinik im Intranet eine sehr umfangreiche Sammlung an Richtlinien und Empfehlungen zu den verschiedensten Eingriffen, Methoden und Vorgehensweisen. Das Buch erinnert an dieses „Nachschlagewerk“. Es sind wahrscheinlich die „Wie war das nochmal…?“-Situationen bei denen Anästhesie XXS pocket am häufigsten Anwendung findet und ich muss sagen, dafür ist es wirklich gut gemacht, zumal man bei dem Preis nicht wirklich ein Risiko eingeht. Es ersetzt auf keinen Fall fundierte Literaturstudie, aber das war sicherlich auch nicht die Absicht der Autoren. Es sei noch erwähnt, dass Regionalanästhesie wenig bis garnicht behandelt wird, weil es ein eigenes „Regionalanästhesie pocket“ gibt das ich aber noch nicht gesehen habe.

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Responses

  1. Schön, dass du auch anfängst Bücher vorzustellen. Bin immer auf der Suche nach guter Literatur und Apps.

  2. Finde ich auch gut!^^

  3. Bin von der Pocket-Reihe nicht so überzeugt. Schön ist natürlich das Format. Und wenn man sich nicht zu den glücklichen Besitzern eines Ei-Fons rechnen kann, dann führt kaum ein Weg dran vorbei. Habe aber in dem Pharmakologie-Band schon einige Fehler gefunden!

    • Naja, die eine oder andere Kleinigkeit hab ich auch gefunden, aber nichts lebensgefährliches. Kennst Du irgendein Buch das fehlerfrei ist? Mal abgesehen von Deinem natürlich 😉


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